Warum elektrolysiert noch kein Qualitätsbeweis ist
HOCl-nahe Lösungen können durch elektrochemische Prozesse entstehen. Begriffe wie ECA-Wasser, Anolyt, Katholyt, elektrolysiertes Wasser, Electrolyzed Oxidizing Water oder Slightly Acidic Electrolyzed Water beschreiben dabei oft den Herstellweg oder eine Lösungsfamilie. Sie sagen aber noch nicht, welches konkrete Profil am Ende vorliegt. Das Grundprinzip ist einfach: In einer leitfähigen Lösung werden durch elektrischen Strom chemische Reaktionen ausgelöst. Wasser, Chloridquelle, Elektroden, Zellaufbau, Stromführung, Temperatur, Durchfluss, Ausgangswasser und Nachbehandlung beeinflussen das Ergebnis. Deshalb ist ‚elektrolysiert‘ keine Qualitätsaussage.
Eine Lösung muss gemessen und beschrieben werden:
- pH
- freies verfügbares Chlor
- ORP
- Ionenlast
- Nebenprodukte
- Messmethode
- Stabilität
- Lagerverhalten.
Technische Normen und Reviews zeigen, dass Herstellung, Charakterisierung und Dokumentation zusammengehören. Erst daraus entsteht ein nachvollziehbares Zielprofil. Das gilt auch für vergleichbar einfache Anlagenbegriffe: Sie müssen in Messwerte, Grenzen und Stabilitätsdaten übersetzt werden.


